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Historie

1892 bis 1898 Grumbiegel, Friedrich Max 1894 Bau einer Fleischereianlage 1893 bis 1895 auch Hausschlächter Dorfstr. 14
1843 bis 1895 Schwabe, Anton Richard 38 Jahre Bis 3.7.1895 Als Bankfleischer Dorfstr. 41
1894 bis 1899 1.4. ... Max August 39 Jahre ? Bankschlächter und Materialwarenhändler Kleiner Handelsbetrieb bis 11.4.1998 Dorfstr. 14 / 18 ?
1895 bis 1898 Franke, Bruno Robert 27 Jahre Fleischermeister Handel mit Allerei Fleischwaren Es kam zur Zwangsversteigerung Dorfstr. 14 / 18 ?
2.8.1890 bis 2.7.1907 Dozekal, Johann Max Dorfstr. 14
1899 bis 1901 Kriegisch, Carl Paul Fleischwarenhandel Dorfstr. 14
1899 bis 1907 Fritzsche, Ernst Woldemar Bankfleischer 1900 auch Viehhändler „ein dicker Mann“ „Fritzscheflescher“ Dorfstr. 14
1929 bis 1958 Dozekal, Johann Max Bankfleischer Dorfstr. 14
1930 Nutzviehhändler
Ab 1952 Gab es keine Hausschlachtungen mehr Er besaß nach dem Krieg 12 Pferde Die Neubauern liehen die Nutzpferde aus Und im 2. Weltkrieg arbeiten bei ihm 8 gefangene Belgier und Franzosen Die in zwei Baracken untergebracht waren Er verkaufte illegal das Pfund zum niedrig Preis von 5 M Während der Nazizeit hat er seine Fleischerei ausgebaut Er versorgte im Kreis das Militär Vor dem Umbau siedelte er auf seinem Grundstück 5 Familien aus Nach Ende des Krieges holte hier die Rote Armee ihr Fleisch
1959 Dozekal gründete mit anderen Fleischern die PGH Fleischer Hilbersdorf Ab 1965 bleiben die Fleischerläden jeden 2 Montag geschlossen Am 17.3.66 stellte die PGH den Ladenverkauf ein Bei den nunmehr einzigen Fleischer im Ort, mussten sich die Hausfrauen oft stundenlang anstellen

 
Einer Beschreibung im „ Das Handwerk - Fleischer “ ( siehe Auszug ) zu folge, wurde bereits im Jahr 1894 in Hilbersdorf Dorfstraße 40d der Bau einer „Fleischereianlage“ erwähnt. 1895 erste Produktionsstättenerweiterung, ca. 1935 die zweite. 1979 rückseitiger Anbau am Wohnhaus, Räucherei und Kühlhaus 1966, Büro- und Sozialgebäude 1972, Garagenanbau 1979, Parkplatz mit Unterstellhalle 1986, Kühlanlagenraum 1988.
Durch Gemeindebeschluss im Juni 1977 wurde die Hausnummergestaltung wegen der seit 1945 durchgeführten Baumaßnahmen und in deren Folge unübersichtlich und verwirrende Zuordnungen geändert, und die Nummer 14 neu vergeben.
Die Produktionsräume sind einem Zeitwertgutachten aus dem Jahre 1973 zu folge 1895 erbaut und in späteren Zeiträumen durch Anbauten und Ausbauten erweitert worden. Das heutige Wohnhaus stammt aus dem Jahr 1888.
Friedrich Max Grumbiegel ist der erste derzeit nachweislich erwähnte Fleischer, welcher das Grundstück am 10. Juli 1893 von Maximilian Gotthold Engelbert Wagner käuflich erwarb. Letzterer am 26.November 1888.
Am 26. Mai 1898 erwarb Johann Max Docekal dieses Anwesen und führt mehrer Jahre die Fleischerei selbstständig fort.
Am 19.03.1959 findet in der HO Gaststätte Brauhof in Freiberg die feierliche Gründungsveranstaltung der Produktionsgenossenschaft (PGH) des Fleischerhandwerkes statt. Die Arbeit wurde am 01.04.1958 als PGH aufgenommen.
In einer Mitgliederversammlung am 07. Dezember 1992 wurde die Umwandlung der PGH in eine GmbH, mit dem Namen „Hilbersdorfer Fleischwaren GmbH“ beschlossen, am 17. Dezember 1992 notariell gegründet und am 19. August 1993 im Handelsregistergericht Chemnitz eingetragen.
Der wohl Schicksals schwerste Tag in der langen Tradition des Standortes Hilbersdorf war der 30. Oktober 2008. An Selbigem musste der Eigenantrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt werden.
Bis zum Wiederbeginn am 01.07.2009, als rechtlich selbstständiges und Rechtsnachfolge Unternehmen, gelang es ohne einen Tag des Produktionsstillstandes die schwierige Zeit des Insolvenzverfahrens erfolgreich zu meistern.

Hilbersdorfer Fleischwaren - ein Name für dessen Produkte